Rühriges Aushängeschild der Stadt Fladungen

Beim Ehrenabend des Musikvereins Heufurt wurden viele verdiente Mitglieder für ihren Einsatz geehrt

Heufurt.  (eva)  Der Musikverein Heufurt wollte Vereinsleute, die sich in vielen Jahren um den Verein und um die Musik verdient gemacht haben, in besonderer Art und Weise hochleben lassen. Im Rahmen eines Ehrenabends im Musikheim, dem ein Gottesdienst in der Kirche St. Jakobus mit Pfarrer Georg Neumann vorausgegangen war, wurde im feierlichen Rahmen eine ganze Reihe von langjährigen aktiven Musikfreunden ausgezeichnet.

Einmal richtig Dankeschön sagen und das jahrelange Engagement zugunsten des Vereins entsprechend würdigen – das wollte die Vereinsführung mit diesem Abend bezwecken und zur Freude von Isabella Mann-Müller, der ersten Vorsitzenden, waren die Vereinsleute der Einladung sehr zahlreich gefolgt.

„Was wäre der Musikverein ohne seine engagierten Mitglieder?“  - diese Frage schickte die Vorsitzende in ihrem Grußwort voraus, in dem sie den unbezahlbaren Wert des ehrenamtlichen Einsatzes herausstellte. Schließlich tragen die rührigen Musiker und Chorleute ihre Begeisterung und Liebe zur Musik nach außen und haben die Kapelle und den Chor über die Region hinaus bekannt und auch beliebt gemacht, wie Mann-Müller glücklich feststellen konnte. Sie hob nicht nur die Freude am gemeinsamen Musizieren und Singen im Verein hervor, sondern griff auch allgemein die Musik als wertvolle Freizeitbeschäftigung auf. Die Vorsitzende dankte den vielen Aktiven, insbesondere auch denen, die mehr im Hintergrund wirken und im Stillen den Verein unterstützen. Die Vereinstätigkeit nimmt viel Zeit in Anspruch, weshalb sie es auch nicht versäumen wollte, den Familien dafür, dass sie oft zurück stehen müssen, ein herzliches Dankeschön zu sagen.

Bürgermeister Robert Müller bezeichnete den Musikverein Heufurt als einen der rührigsten der rund 40 Fladunger Vereine und als ein Aushängeschild der Stadt. „Es ist ein gut funktionierender Verein“, so Müller, der den guten Zusammenhalt würdigte und dies maßgeblich der engagierten jungen weiblichen Führung mit zuschrieb und allen voran Isabella Mann-Müller und ihre Vorstandschaft, Dirigentin Nicole König und Chorleiterin Susanne Bambach für ihre Arbeit lobte, wobei er sich im besonderen auch über die rege Nachwuchsförderung dankbar äußerte.

Über so viel „Frauenpower“ freute sich Renate Haag, die Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, die mit ihrem Stellvertreter Friedhelm Landgraf gekommen war, um Kapellenmitglieder auszuzeichnen. Den verdienten Musikfreunden einen eigenen Ehrenabend zu widmen, bei dem auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen sollte, wurde von Müller und Haag als wertvolle Geste befunden.  Auch Peter Nowak, der als stellvertretender Vorsitzende der Sängergruppe Rhön-Grabfeld langjährige Sangesfreunde auszeichnete, wertete dies als besonderes Zeichen der Anerkennung.

Anerkennung wollte ebenfalls Chorleiterin Susanne Bambach aussprechen. Seit 1966 gibt es den  Chor des Musikverein Heufurt und in der bunt gemischten Truppe wirken heute noch Sängerinnen und Sänger der ersten Stunde mit. „Nicht der Leistungsdruck steht im Vordergrund, sondern der Spaß und die Freude am Singen und das Zusammensein in der Gemeinschaft“, erklärte Bambach und unterstrich dies mit dem amüsanten Gedicht  „Der Chor – ein Platz für jedermann“.

Beim Ehrenabend, bei dem ein Ensemble der Heufurter Kapelle für den gelungenen musikalischen Rahmen sorgte, wurden zahlreiche Musiker und Chorleute ausgezeichnet.

Gleich mehrere Auszeichnungen konnte der 2. Vorsitzende Edgar Schlott mit nach Hause nehmen. Er erhielt die silberne Ehrennadel des Fränkischen Sängerbundes (FSB) mit Urkunde für 25 Jahre Singen im Chor sowie die Ehrennadel in Gold des Bezirksverbandes des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) und die Verdienstmedaille in Gold der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) für 20 Jahre Mitarbeit in der Vorstandschaft. Schlott war von 1990 bis 1999 Beisitzer und ist seit 1999 zweiter Vorsitzender. „Du hast viel im Verein bewegt und bist in deinem Amt immer unermüdlich, du   hast mit zum Ansehen und zur Entwicklung des Musikvereins beigetragen“, honorierte Isabella Mann-Müller den Einsatz ihres Stellvertreters. Für 25 Jahre Chorgesang wurden außerdem Herbert Müller und Silke Rausch geehrt. Isabell Müller bekam die Ehrennadel des FSB in Bronze für zehn Jahre aktives Singen.

Mit der goldenen Ehrennadel und der Ehrenurkunde des FSB für 40 Jahre Singen im Chor erging an Maria Städtler eine hohe Auszeichnung, ebenso wie an Heiko Stäblein, der für 30 Jahre aktive Musikertätigkeit jeweils die goldene Ehrennadel des NBMB und der BDMV erhielt.

Seit 25 Jahren spielen Yvonne Mehler, Isabella Mann-Müller, Nicole König und Sonja Kompe Musik, sie wurden mit der silbernen Ehrennadel des BDMV geehrt. Die bronzene Ehrennadel des NBMB ging an Lisa-Marie Hohmann, Nicolas Kummer, Christoph Breunig, Eva Jackisch und Mirko Tradt für zehn Jahre Musikertätigkeit. Über die grüne Nadel des NBMB für fünf Jahre Musizieren durften sich Hanna Bambach, Verena Göpfert, Verena Markert, Johanna Orf, Nicolas Reichert, Klaus Misch, Lena Breunig, Joachim König, Luisa Misch, Sophie Reichert und Nicklas Trost freuen.

von Eva Wienröder

Dirigentin Nicole König, Musikvereinsvorsitzende Isabella Mann-Müller (vorne v.l.), Renate Haag und Friedhelm Fischer vom NBMB und Bürgermeister Robert Müller (hinten v.l.) beglückwünschten die Musiker, die für zehn Jahre Musikertätigkeit ausgezeichnet wurden.

Die Kreisvorsitzende des NBMB Renate Haag (links) und ihr Stellvertreter Friedhelm Landgraf (rechts) sagten mit Bürgermeister Robert Müller Isabella Mann-Müller, Yvonne Mehler, Sonja Kompe und Nicole König Dankeschön für 25 Jahre sowie Heiko Stäblein für 30 Jahre Musizieren in der Kapelle.

Zweifache Auszeichnung: Edgar Schlott (Mitte) erhielt die Verdienstmedaille der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände und die goldene Ehrennadel des Bezirksverbandes des Nordbayerischen Musikbundes für 20 Jahre Mitarbeit in der Vorstandschaft.

Über die grüne Nadel des NBMB für fünf Jahre Musizieren durften sich Hanna Bambach, Verena Göpfert, Verena Markert, Johanna Orf, Nicolas Reichert, Klaus Misch, Lena Breunig, Joachim König, Luisa Misch, Sophie Reichert und Nicklas Trost freuen. Fotos: Eva Wienröder