Berufsfachschule für Musik hat wieder Großes vor

Zum Schulbeginn wurde ein neuer Flügel geliefert

Bad Königshofen (hf). Ernst Oestreicher, Leiter der Unterfränkischen Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen schmunzelt, wenn er sich an den ersten Schultag erinnert. Just nämlich zu dem Zeitpunkt als die 39 Schülerinnen und Schüler die Einrichtung betreten wollten, kam auch ein Lkw um die Ecke und liefert einen neuen Konzertflügel für das Hauptgebäude ab. Damit kann nun der Klavierunterricht und der Ensemblespielunterricht an insgesamt vier Instrumenten durchgeführt werden. 

In seiner Vorausschau auf das neue Schuljahr ist Ernst Oestreicher rundum zufrieden. 36 Schülerinnen und Schüler besuchen den Unterricht der 1. Jahrgangsstufe und wurden von ihm natürlich persönlich zu ihrem „ersten“ Schultag in Bad Königshofen begrüßt. Sie ersetzen die 33 Absolventinnen und Absolventen, die im Juli ihr Abschlusszeugnis erhalten haben. 
Das Aufbaujahr, das die zweijährige Grundausbildung ergänzt, konnte mit vier Schülerinnen und Schüler eingerichtet werden.

Sabine Karger-Karl aus Stegaurach bei Bamberg und Christian Strauß aus Diespeck, Landkreis Neustadt/Aisch besuchen das pädagogische Aufbaujahr. Franziska Bauer aus Eyershausen und Markus Hein aus Sulzbach/Main haben sich direkt für das künstlerische Aufbaujahr qualifiziert. Beide haben die allgemeine Hochschulreife absolviert und wurden auf Grund ihrer besonderen Voraussetzungen, die dem Abschluss der zweijährigen Berufsfachschulausbildung entsprechen, sofort ins dritte Jahr aufgenommen. 

Mit Martin Osterhammer konnte eine neue Lehrkraft für Waldhorn eingestellt werden. Er ist als Solohornist beim Landestheater in Coburg angestellt und wird in diesem Schuljahr zwei Schülerinnen und Schüler auf ihrem Hauptinstrument Waldhorn unterrichten. Interessant ist auch die Verteilung der einzelnen Hauptfächer. Neun Schülerinnen und Schüler studieren Gesang, fünf Gitarre, vier Klarinette, zehn Klavier, eine Oboe, vier nehmen Orgelunterricht, fünf lassen sich an der Posaune, einer im Bariton, drei an der Querflöte und drei am Saxophon ausbilden. Unterricht im Schlagzeugbereich erhalten sieben Schülerinnen und Schüler, sechs lernen Trompete, sechs Violine, zwei Violoncello und ebenfalls zwei Waldhorn.

Erfreulicherweise stimmten der Landkreis Rhön-Grabfeld als Schulträger und der Bezirk Unterfranken als Mitaufwandsträger der Erhöhung der Lehrerwochenstunden um zehn auf 430 Stunden zu, so dass neben den traditionellen Hauptfachinstrumenten Bewerberinnen und Bewerber für Waldhorn, Saxophon und Oboe aufgenommen werden konnten. Dadurch kann das Ensemblespektrum der Schule positiv erweitert werden, neben dem Streichorchester, dem Percussion- und Blechbläserensemble und der Bigband wird Oestreicher auch wieder ein Projekt mit dem Salonorchester durchführen, das im letzten Jahr durch Rundfunkaufnahmen und bei der Eröffnung des Heilwassersees in der Frankentherme sowie bei verschiedenen Konzerten in den unterfränkischen Kurstädten begeisterte. 

Acht Schülerinnen und Schüler kommen übrigens aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld und weitere 21 aus dem unterfränkischen Einzugsgebiet, die übrigen verteilen sich auf Bayern und restliches Bundesgebiet. Erfreulicherweise ist auch der Anteil der Schüler aus Thüringen mit 16 wieder sehr hoch. Das Konzertangebot der Schule wurde schon mit einem Gesprächskonzert eröffnet. Ein weiteres mit der interessanten Besetzung Harfe, Akkordeon und Violoncello. findet am 20. Oktober um 20 Uhr im Orgelsaal statt. Hinzu kommen zwei Lehrerkonzerte am 17. Oktober mit Gert Drost, Klavier und Uwe Schachner, Violoncello sowie am 9. November mit Anne Greiling, Alt, Mathias von Brenndorff, Querflöte, Wolfram Bieber, Cembalo und Uwe Schachner, Violoncello. Sie versprechen, wie immer höchsten künstlerischen Genuss.

Freuen darf man sich auch wieder auf die Adventszeit und dabei auf ein Konzert der Unterfränkischen Berufsfachschule für Musik. Wie Direktor Ernst Oestreicher in einem Pressegespräch sagte, stehen beim diesjährigen Weihnachtskonzert am 2. Adventssonntag in der Stadtpfarrkirche die Kantaten 1, 3 und 6 des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach auf dem Programm. Die Proben mit dem Schulchor haben schon begonnen. Der Schulleiter ist sehr zuversichtlich, dass sich der Chor zu einer homogenen Klanggruppe entwickeln wird.

Wieder voll im Unterrichtsstress ist auch der Leiter der Unterfränkischen Berufsfachschule für Musik, Ernst Oestreicher. Er hat mit seinem Lehrerkollegium und den Schülerinnen und Schülern auch in diesem Jahr wieder einiges vor. Unter anderem das große Weihnachtskonzert in der Stadtpfarrkirche am 2. Adventssonntag. Foto: Friedrich