Bestnoten für Nachwuchsmusiker - Fünfmal die Traumnote 1,0

Mellrichstadt. (hf) Es waren drei sicher arbeitsintensive Wochenenden, die die 45 Teilnehmer beim D1 Lehrgangs des Nordbayerischen Musikbundes im Kreisverband Rhön-Grabfeld in den Räumen des Mellrichstädter Gymnasiums hatten. Dieser Meinung war zumindest Bruno Koch vom NBMB Kreisverband, der die Urkunden übergab. Mit dabei war auch  Friedhelm Landgraf aus Fladungen, stellvertretender Kreisvorsitzender im Kreisverband des Nordbayerischen Musikbundes, sowie die Kreisvorsitzende, Renate Haag (Alsleben). Sie stellte vor allem die Eltern in den Mittelpunkt, die die Fortbildung unterstützen und oft lange Wege zu den einzelnen Kursen auf sich genommen haben und ihre Kinder nach Mellrichstadt brachten

Die Musikerinnen und Musiker für den D1 -Lehrgang kamen diesmal  aus 19 Vereinen des Rhön-Grabfeldkreises. Der jüngste Musiker war neun Jahre, die älteste Musikerin Anfang 40. Das Durchschnittsalter betrug damit 11,3 Jahre. Diesmal waren die Jungs in der Überzahl, wie Bruno Koch feststellte: 30 Jungen standen 16 Mädchen gegenüber. Das sei schon außergewöhnlich, weil normalerweise die Mädchen bisher in der Überzahl waren. Unterschiedlich besetzt waren denn auch die Instrumente: Querflöte spielten zwei Musiker/innen, Klarinette (6), Saxophon (7), F-Horn (1), Trompete (7), Flügelhorn (2), Tenorhorn (3), Schlagzeug (5), Posaune (7), Bariton (5) und Tuba (2).

15 Mal hieß es "mit sehr gutem Erfolg", 27 Mal "mit gutem Erfolg" und viermal "mit Erfolg." Natürlich gab es auch wieder Musikerinnen und Musiker, die überdurchschnittlich abgeschlossen. Mit der Note 1,00 war das Paul Kümmeth auf dem Saxophon vom Musikverein Fladungen und Heike Hartmann vom Musikverein Frickenhausen auf der Trompete. Sie bekamen die Note 1,00 sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Ebenfalls Note 1.0 erreichten Lea Niessner vom Musikverein Wargolshausen auf dem Saxophon, Simon Reinhart vom Musikverein Mühlbach auf dem F-Horn und Svenja Bohland vom Musikverein Unterwaldbehrungen auf der Querflöte. Mit dem Angebot der D1-Prüfung will der Nordbayerische Musikbund die Ausbildung in den Vereinen ergänzen. Außerdem hat jeder Prüfling für sich die Möglichkeit, sein Können von einer neutralen Jury beurteilen zu lassen.

"Die Lehrgänge ersetzen aber keinesfalls die eine fundierte Instrumentenausbildung der Musikerinnen und Musiker," stellten Friedhelm Landgraf und Bruno Koch fest. Wichtig sei es für alle ein Ziel vor Augen zu haben. Dank galt Bezirksdirigent Jürgen Weyer, der seit Jahren mit in der Verantwortung solcher Kurse steht, aber auch Schatzmeister Bruno Koch der mit Friedhelm Landgraf die Organisation übernommen hatte. Lob hatte Bruno Koch dann für die Dozenten Carolin Klug aus Schondra parat, die für die Prüfungen beim Saxophon zuständig war. Tanja Domes aus Brendlorenzen (Klarinette), Jürgen Weyer, Brendlorenzen (Bariton, Flügelhorn und Trompete), Norbert Glock, Unterwaldbehrungen (Trompete, Tenorhorn, Euphonium und Flügelhorn, Frank Stäblein, Nordheim/Rhön (Schlagzeug), Ilka Friedel, Wollbach (Querflöte) und Pius Ziegler, Merkershausen (Posaune, F. Horn und Tuba).

Dass die Kinder und Jugendlichen sich so engagieren, sei letztendlich auch ein Verdienst der Eltern und Großeltern, die zu Hause für das Üben zuständig sind, betonte die Kreisvorsitzende Renate Haag. Sie seien es die ihre Kinder das gesamte Jahr über motivieren zu Hause zu proben und zu den Musikproben zu gehen. Renate Haag sagte aber auch, daß weitere Qualifizierungen möglich sind, die genutzt werden sollten. Bruno Koch. Wichtig seien weiterhin die Kreismusikschule Rhön-Grabfeld aber auch die einzelnen Musikkapellen. Dieses Engagement könne man nicht hoch genug ansiedeln. Dem Landkreis Rhön-Grabfeld dankte Haag, denn das Geld, das in die Kreismusikschule fließt, sei hier sehr gut angelegt. Auch ihr Dank galt dem Dozententeam, das zweimal im Jahre diese Aufgabe übernimmt und bei den Leistungsprüfungen aktiv ist.

von Hanns Friedrich

Bei der Übergabe der Urkunden und Anstecknadeln gab es am Samstag im Martin Pollich Gymnasium in Mellrichstadt strahlende Gesichter bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie hatten nach drei arbeitsintensiven Wochenenden die Prüfung bestanden. Dazu gratulierten der stellvertretende NBMB Kreisvorsitzende Friedhelm Landgraf (rechts), sowie Bruno Koch und die NBMB Kreisvorsitzende Renate Haag (links). Foto: Friedrich
Die Traumnote 1,0 und damit die höchste erreichbare Punktzahl bei der D1-Leistungsprüfung des Kreisverbandes Rhön-Grabfeld im Nordbayerischen Musikbund erreichten (links) Heike Hartmann, Simon Reinhart, Paul Kümmeth, Svenja Bohland und Lena Niessner. Unser Bild zeigt sie zusammen mit dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Friedhelm Landgraf und der Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes Renate Haag (links), sowie Bruno Koch von der Organisation (rechts). Foto: Friedrich

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