Hohes Ausbildungsniveau unter Beweis gestellt

Urkunden und Preise für die Absolventen der D1/D2-Prüfungen des Nordbayerischen Musikbundes

Mellrichstadt. (rv) An den Instrumentalprüfungen des NBMB (Nordbayerischer Musikbund) nahmen in diesem Frühjahr 52 Teilnehmer nach theoretischem und praktischem Unterricht an insgesamt drei Wochenenden teil. Am Samstag wurden die Urkunden an alle 47, die bestanden haben, von Kreisvorsitzender Renate Haag, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Friedhelm Landgraf, musikalischer Leiter Jürgen Weyer und Schatzmeister Bruno Koch, die sich um die Organisation gekümmert haben, vergeben.

In seiner Ansprache erinnerte Landgraf an die Ziele der Lehrgänge mit Prüfungen. Es soll die Ausbildung in den Vereinen ergänzt werden, außerdem erhalten so alle Musiker die Gelegenheit ihr Können von einer neutralen Prüfungskommission beurteilen zu lassen. Wie Landgraf betonte, ersetzen die Lehrgänge keinesfalls eine fundierte Ausbildung. Wie er berichtete, war diesmal der jüngste Teilnehmer zehn Jahre alt, der älteste 46 Jahre. Das Durchschnittsalter betrug 15 Jahre. Während meistens mehr weibliche Teilnehmer dabei sind, gab es diesmal mehr männliche Prüflinge. Die Trompete war am häufigsten vertreten (11), gefolgt von Schlagzeug (9), Querflöte (8), Tenorhorn (6), Saxophon (5), Klarinette, Flügelhorn, Posaune und Waldhorn (je 3) sowie Euphonium (2) und Tuba (1).  Die Dozenten waren Ilona Zirkelbach, Ilka Friedel, Pius Ziegler, Norbert Glock, Frank Stäblein und Jürgen Weyer.

Kenntnisse in der Musiktheorie, das Vortragen von Pflichtstücken und einem selbst gewählten Musikstück werden in der Prüfung verlangt, das soll dazu beitragen, das Niveau der Blasmusikkapellen zu verbessern und einen Leistungsvergleich innerhalb Bayerns zu haben. In den 70er Jahren wurden die Prüfungen ins Leben gerufen und seither stehen die erworbenen Abzeichen in Bronze (D1), Silber (D2) und Gold (D3) für eine hoch qualifizierte Ausbildung und die Leistungsbereitschaft der Musiker. Fast 3.855 Musikschüler haben bisher ein Leistungsabzeichen erworben. „Ohne Ziel und Perspektiven macht die Musik weniger Spaß“, sagte Landgraf. So, wie man für Olympia trainiere, müsse man auch für die Musik trainieren. Er dankte dem Dozententeam mit dem musikalischen Leiter Jürgen Weyer und den Hausherren für die Möglichkeit die Räume im Gymnasium Mellrichstadt zu nutzen.

NBMB-Kreisvorsitzende gratulierte allen Teilnehmern und bedankte sich bei den Eltern, die eine Musikausbildung finanziert und unterstützt haben. Das Ganze sei aufwendig und man müsse auch Fahrwege auf sich nehmen. Sie appellierte an die Anwesenden, auch weiterhin die Angebote des NBMB anzunehmen und überreichte gemeinsam mit Stellvertreter Landgraf Urkunden und Anstecknadeln. Besonders geehrt wurden die Prüfungsbesten, zu denen auch der jüngste Teilnehmer an der D1-Prüfung, Luis Chevallier, gehörte. Er kommt vom Musikverein Wargolshausen und hat gleich mit zwei Instrumenten, Schlagzeug und Trompete, eine glatte „Eins“ bekam. Jeweils mit 1,0 haben auch die D1-Prüfung Felix Zimmermann vom MV Wegfurt auf dem Schlagzeug, Finn Sterzinger (D1) auf der Trompete und Sarah Beck (D2) vom MV Oberstreu auf dem Saxophon abgeschlossen. Die Note 1,25 erreichten Peter Diestel (D2) auf dem Schlagzeug und 1,3 Max Sterzinger (D2) vom MV Löhrieth auf den Trompete. Für sie gab es zusätzliche Präsente.

von Regina Vossenkaul

Urkundenvergabe: Alle, die sich der D1 oder der D2-Prüfung des NBMB gestellt und bestanden haben, erhielten am Samstag ihre Urkunden von (links) Bruno Koch und Jürgen Weyer, sowie (rechts) Friedhelm Landgraf und Renate Haag. Foto: Regina Vossenkaul
Die Besten: Für ihre besonderen Leistungen bei den D1- und D2-Prüfungen erhielten zusätzliche Präsente (von links) Finn Sterzinger vom Musikverein Wülfershausen (Trompete), Peter Diestel (Schlagzeug), Luis Chevalier, MV Wargolshausen - jüngster Teilnehmer und auf zwei Instrumenten mit "Note eins" (Schlagzeug, Trompete),Sarah Beck vom MV Oberstreu (Saxophon)und Max Sterzinger vom MV Löhrieth (Trompete), mit ihnen freuen sich (links) Renate Haag und Bruno Koch sowie (rechts) Friedhelm Landgraf und Jürgen Weyer. Foto: Regina Vossenkaul

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