10.02.2018

NBMB-Vizepräsident Werner Höhn gestorben


Im Alter von 74 Jahren ist Werner Höhn (Wülflingen) gestorben. Er war stellvertretender Präsident des Nordbayerischen Musikbundes und Bezirksvorsitzender des NBMB in Unterfranken. Foto: Hanns Friedrich

Quelle: trauer.mainpost.de (14.02.2018)

Quelle: trauer.mainpost.de (16.02.2018)

Bad Neustadt. (hf) Werner Höhn, Bezirksvorsitzender und stellvertretender Präsident des Nordbayerischen Musikbundes, war über Jahrzehnte hinweg der Inbegriff der Blasmusikszene in Unterfranken. Am 6. Februar ist er im Alter von 74 Jahren nach einer Herzoperation, von der er sich nicht mehr erholte, gestorben. Die Beerdigung findet im engsten Familienkreis in dieser Woche in seinem Wohnort in Wülflingen (Ldkr. Haßberge) statt. Am 9. März verabschiedet sich der Nordbayerische Musikbund mit einem Gedenkgottesdienst in der Ritterkapelle in Hassfurt. Der Tod von Werner Höhn reißt eine tiefe Lücke in die unterfränkische Blasmusikszene. Ausgezeichnet hat sich Werner Höhn in der Verbandsarbeit des Nordbayerischen Musikbundes, engagierte sich aber auch für "seine Blaskapellen" in der kleinsten Ortschaft und war bei Festen präsent. Für seine zahlreichen Verdienste um die Blasmusik erhielt er schon zahlreiche Ehrungen, zuletzt 2017 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Bereits mit zehn Jahren hatte er sich der Blasmusik verschrieben, wobei die Trompete und das Schlagzeug seine Lieblingsinstrumente waren. Seit 1956 gehörte er als Musiker dem Blasorchester Sand an, war von 1973 bis 1977 Vorstand und seit 1978 spielte er im Seniorenblasorchester Sand mit.  Seit 1958 ist er Mitglied im Nordbayerischen Musikbund, dort  aktiver Musiker, Dirigent und Ausbilder. In dieser Zeit hat er sich besondere Verdienste um die Jugend- und die Seniorenarbeit erworben. Viele junge Musiker wurden von ihm ausgebildet. Seit Mitte der achtziger Jahre vermittelte er als Dozent für Musiktheorie das nötige Fachwissen. Seit 1990 ist er darüber hinaus staatlich anerkannter Dirigent im Laienmusizieren. Wer Werner Höhn kannte, wusste, dass ihm die Pflege internationaler Begegnungen am Herzen lagen. Die Reisen mit den Musikkapellen führten ihn nach Frankreich, Amerika,  Kanada, Schweden, Dänemark, Österreich und Italien. Er selbst sah die Musik immer als verbindendes Glied und einen Teil der Aussöhnung und des Friedens. Doch auch in den kleineren Gemeinden war er ständig für die Musik unterwegs. Von 1958 bis 2017 nahm er an mehr als 60 Wertungsspielen als Musiker und Dirigent teil. Von 1960 bis 1970, war er Musiker in verschiedenen Tanzkapellen, von 1975 bis 2011 engagierte er sich als Musiker, Dirigent und Ausbilder in den Musikvereinen von Wülflingen, Obertheres, Prappach, Maroldsweisach, Stettfeld, Ebern und bei den Fränkische Musikanten der Sparkasse Ostunterfranken, Haßfurt.

Ausgezeichnet hat sich Werner Höhn in der Verbandsarbeit des Nordbayerischen Musikbundes. So war er 1973 bis 1996 Kreisvorsitzender im Landkreis Haßbergen, nahm ab da  bis 2017 an 130 Kreis- und Bundesbezirksmusikfesten als Kreis- beziehungsweise Bezirksvorsitzender teil. Überörtlich war Werner Höhn ehrenamtlich von 1985 bis 2000 als Bezirksschatzmeister des NBMB Bezirks Unterfranken, von 1996 bis 2009 als Kreisdirigent  tätig. Seit 2009 ist er stellvertretender Präsident des Nordbayerischen Musikbundes und seit 2000 Bezirksvorsitzender von Unterfranken. In dieser Zeit hat er sich für eine moderne und zeitgemäße Organisation des Musikbundes eingesetzt. Dass heute der Nordbayerische Musikbund mit einer EDV-gestützten Organisation gut aufgestellt ist und so den Mitgliedsvereinen einen herausragenden Service und Dienstleistungen bieten kann, ist auch ein besonderes Verdienst von Werner Höhn.

Was Werner Höhn auszeichnete war sein umfangreiches Wissen durch seine langjährige Tätigkeit im Nordbayerischen Musikbund, seine ständige Präsenz bei Konzerten und Veranstaltungen, sowie bei Sitzungen und übergeordneten Verbänden. Er war einer der dienstältesten Funktionäre im NBMB und eine wirkliche Institution  Manfred Ländner, Präsident des Nordbayerischen Musikbunde hatte Werner Höh bei der Verleihung mit der Ehrennadel in Gold mit Kranz und Diamant, sowie den Ehrenbrief für 60-jährige Musikertätigkeit als "den Turm in der Blasmusikszene Unterfrankens" bezeichnet. Damit hat Manfred Ländner das Werk Werner Höhns perfekt bewertet.

von Hanns Friedrich



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