09.12.2017

Bei den D1/D2-Prüfungen die 4.000er Marke geknackt


In der Aula des Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt wurden am Samstag Urkunden und Abzeichen für den D1/D2 Lehrgang übergeben. Unser Bild zeigt links Bruno Koch, sowie den stellvertretenden Kreisvorsitzenden, Friedhelm Landgraf, (rechts) Renate Haag, Kreisvorsitzende Rhön-Grabfeld im Nordbayerischen Musikbund sowie Jürgen Weyer, Musikalischer Leiter des Lehrgangs. Dazwischen die drei Besten mit Valentin Burger, Nina Isaak und Hannes Ziegler. Foto: Hanns Friedrich

Glückwunsch für die drei Besten beim D1/D2 Kurs des Nordbayerischen Musikbundes, Kreisverband Rhön-Grabfeld mit Friedhelm Landgraf, stellvertretenden Kreisvorsitzenden, Valentin Burger, Hannes Ziegler, Nina Isaac und NBMB Kreisvorsitzende Renate Haag, sowie Jürgen Weyer, Musikalischer Leiter des Kurses. Foto: Hanns Friedrich

Linda Krauß aus Ostheim v. d. Rhön ist die 4.000-ste Lehrgangsteilnehmerin bei den D1/D2 Kursen. Ihr gratulierte Friedhelm Landgraf ganz herzlich. Ebenso natürlich NBMB Kreisvorsitzende Renate Haag und Musikalischer Leiter Jürgen Weyer. Foto: Hanns Friedrich

Fast wie bei großen Pressekonferenzen: Der Pulk der Eltern, die mit Stolz ihre Sprösslinge im Bild festhalten. Foto: Hanns Friedrich

Mellrichstadt. (hf) Immer wieder hatte Friedhelm Landgraf (Fladungen) in den vergangenen Monaten davon gesprochen, dass man bei den Teilnehmern der D1/D2 Prüfungen den 4.000-sten Musiker begrüßen kann. Am Samstag war es endlich soweit: Linda Krauß aus Ostheim v. d. Rhön war diese Musikerin und sie bekam nicht nur ihr begehrtes Abzeichen, sondern auch eine CD vom Konzert zum 50. Jubiläum des Nordbayerischen Musikbundes. Ihr gratuliere Friedhelm Landgraf und freute sich sichtlich, dass endlich sein Wunsch in Erfüllung ging. Leider ließ ansonsten die Teilnehmerzahl zu wünschen übrig. Lediglich 18 Musikerinnen und Musiker wurden gezählt. Als Friedhelm Landgraf 1997 den ersten Kurs startete waren es 133 in D1 und 65 in D2. "Das tut schon weh, wenn man die Zahl heute sieht," sagte Friedhelm Landgraf.

Der Grund sei wohl darin zu sehen, dass die Kinder und Jugendlichen heute nicht mehr die Freizeit haben, wie 1997. Die Anforderungen, vor allem auch in den Schulen werden immer größer und so bleibe kaum Zeit für Vereine, oder die Musik. Friedhelm Landgraf freute sich aber trotzdem, dass immer wieder junge Menschen zur Musik finden und dabei auch von den Eltern unterstützt werden. "Es ist schön, dass ihr euch für die Musik entschieden habt, denn Musik ist etwas sehr Schönes!" Das unterstrich auch die Kreisvorsitzende im Kreisverband Rhön-Grabfeld des Nordbayerischen Musikbundes, Renate Haag (Alsleben). Sie bat die Kinder und Jugendlichen der Musik treu zu bleiben. Auch bei den Prüfungen sollte man immer wieder weiter machen und sich weiter bilden. Dank sagte die Kreisvorsitzende aber auch den Eltern, die ihre Kinder unterstützen und sie zu den Musikproben oder zu Prüfungen fahren. "Bleiben sie dran, unterstützen sie ihre Kinder!"

Friedhelm Landgraf, sozusagen der Vater der D1/D2 Prüfungen dankte der Kreisvorsitzenden für ihre aufmunternden Worte. Sein Dank galt dem Dozententeam mit Jenny Schneidawind (Bad Königshofen), die die Musikerinnen und Musiker, die Querflöte spielen, prüfte. Tanja Domes (Bad Neustadt) war für Klarinette und Saxophon, Frank Stäblein (Nordheim/Rhön) für Schlagzeug und Jürgen Weyer (Brendlorenzen) für Posaune, Trompete und Tenorhorn zuständig. Er ist außerdem der Theorielehrer und hatte die musikalische Leitung des Lehrgangs. Die Ausrichtung lag in den Händen von Friedhelm Landgraf, stellvertretender Kreisvorsitzender, sowie Ramona Guck und Bruno Koch. Sein Dank galt aber auch dem Landkreis Rhön-Grabfeld, der seit Jahren die Räumlichkeiten im Martin-Pollich-Gymnasium in Mellrichstadt kostenfrei zur Verfügung stellt. Ein Dankeschön ging an den Hausmeister.

Zum Kurs selbst: Die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus zwölf Vereinen. Insgesamt gibt es in Rhön-Grabfeld 73, die dem Nordbayerischen Musikbund gemeldet sind. Der jüngste Teilnehmer dieses Kurses war zehn Jahre jung, die älteste Teilnehmerin bereits 54. Auch bei diesem Kurs waren die Mädchen wieder in der Überzahl  Zwölf standen sechs Jungs gegenüber. Das Durchschnittsalter pendelte sich bei 16 Jahren ein. Die Prüfung bestand aus einem schriftlichen Teil mit Theorie und Gehörbildung, sowie dem Vorspielen auf dem jeweiligen Instrument. Grund für diese Kurse ist es, die Ausbildung in den Vereinen zu ergänzen, andererseits haben die Musikerinnen und Musiker die Möglichkeit ihr Können von einer neutralen Prüfungskommission beurteilen zu lassen. Friedhelm Landgraf: "Die Lehrgänge ersetzen aber keinesfalls eine fundierte Instrumentalausbildung der Musikerinnen und Musiker."

Sehr gut angenommen wird derzeit die Querflöte, denn hier gab es fünf Teilnehmer, zwei spielten Klarinette, drei Saxophon, vier Schlagzeug, zwei eine Trompete, je einer das Tenorhorn und Posaune. Bei der Übergabe der Abzeichen war natürlich die Spannung groß, wer denn unter die ersten Drei kommt. Sechsmal wurde die Note "mit sehr gutem Erfolg", fünf mal "mit gutem Erfolg" und fünf Mal "mit Erfolg"  vergeben. Drei Teilnehmer erreichten die Note 1,00. Dafür gab es eine Kinokarte als kleine Anerkennung. Diese gingen an Valentin Burger vom Musikverein Unsleben (Schlagzeug), Nina Isaac vom Musikverein Hohenroth (Querflöte) und an Hannes Ziegler vom Musikverein Burglauer (Trompete).

von Hanns Friedrich



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