03.12.2016

Zwei Musiker erreichten die Traumnote 1,0

Alle 40 Teilnehmer der diesjährigen D1-Leistungsprüfung im Landkreis haben bestanden


Das strahlen alle 40 Jungmusikerinnen und Musiker, als sie von Friedhelm Landgraf, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden erfuhren, dass alle bestanden hatten. Eine Urkunde und das Musikerabzeichen nehmen sie nun mit nach Hause. Foto: Hanns Friedrich

Sie waren die Besten. Unser Bild zeigt Dominik Scholz und Amelie Then, eingerahmt von Bruno Koch und Friedhelm Landgraf (links), sowie rechts dem Ehrenvorsitzenden im Kreisverband des Nordbayerischen Musikbundes, Helmut May. Foto: Hanns Friedrich

Mellrichstadt. (hf) "Wir sind, was die Leistungsprüfungen im Musikbereich betrifft, in Unterfranken ganz oben!" Das sagte Friedhelm Landgraf, stellvertretender Kreisvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes, Kreisverband Rhön-Grabfeld, bei der Urkundenübergabe in der Aula des Mellrichstädter Gymnasiums. Dort fand am Samstag die Abnahme für die Leistungsprüfung D 1 statt. 40 Musikerinnen und Musiker aus 18 Vereinen in Rhön-Grabfeld hatten sich beteiligt. "100 Prozent haben bestanden und das ist eine ganz tolle Leistung und eine Super Sache," lobte Friedhelm Landgraf in seiner kurzen Ansprache. 15 von ihnen bestanden  mit sehr gutem Erfolg, 23 mit gutem Erfolg und zwei mit Erfolg.

Zur Urkundenübergabe war der Ehrenvorsitzende des NBMB Kreisverbandes Rhön-Grabfeld Helmut May (Oberelsbach) gekommen, der  vor allem das Interesse an diesen Leistungsprüfungen im Musikbereich in Rhön-Grabfeld herausstellte. Darauf sei man im Kreisverband sehr stolz, denn unterfrankenweit liege man damit an der Spitze. Lob gab von Friedhelm Landgraf für die Mistreiter Bruno Koch und Ramona Guck, sowie das Helferteam und vor allem für die Dozenten Carolin Klug-Schäfer aus Schondra  (Saxophon und Querflöte), Tanja Domes aus Brendlorenzen (Klarinette), Frank Stäblein, Nordheim/Rhön (Schlagzeug), Norbert Glock, Unterwaldbehrungen (Trompete und Tenorhorn) sowie Jürgen Weyer, Brendlorenzen (Waldhorn, Trompete, Tenorhorn und Tuba). Er war außerdem Theorielehrer und musikalischer Leiter.

Kurz erwähnte Friedhelm Landgraf, dass es seit 34 Jahren dieses Jugendleistungsabzeichen für die Musikerinnen und Musiker gibt. Die bisherige Teilnehmer-Anzahl pendelt sich mit den 40 Neuen nun bei 3.946 ein. "Damit könnten wir beim nächsten Kurs die Schallgrenze von 4.000 erreichen."  Dank galt dem Landkreis Rhön-Grabfeld für die kostenlose Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten im Martin-Pollich-Gymnasium, sowie Hausmeister. Friedhelm Landgraf nannte 73 Musikvereine, die es im Landkreis Rhön-Grabfeld gibt und sagte, dass der jüngste Teilnehmer bei dieser Leistungsprüfung D1 mit Willi Reitz aus Oberelsbach kam. Der Älteste zählte 51 Jahre. Wie schon bisher waren wieder mehr Mädchen (23) als Jungs (17) bei dem Kurs. Das Durchschnittsalter pendelte sich bei 13 Jahren ein.

Friedhelm Landgraf sagte allen Ausbildern ein herzliches Dankeschön, vor allem aber den Jungen und Mädchen, die den Mut hatten, an den Prüfungen teil zu nehmen.  Herausgestellt hat der stellvertretende Kreisvorsitzende die Eltern, die ihre Kinder für ein Musikinstrument begeistert haben. Sie seien es, die zu Hause dafür sorgen, dass geübt wird, sind aber auch diejenigen, die zu den Proben, oder wie jetzt nach Mellrichstadt, zu den Prüfungen fahren. "Dafür Ihnen mal ein herzliches Dankeschön von uns allen." Immerhin werde von den Eltern nicht nur die Zeit geopfert, sondern solch ein Instrument kostet ja auch Geld.. All das sei gerade in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich.

Welche Instrumente spielen die Kinder und Jugendlichen eigentlich in den Musikkapellen? Friedhelm Landgraf verweist auf die Klarinette, die zehnmal vertreten war, gefolgt vom Saxophon (9 Mal), dem Schlagzeug (7), der Trompete (6), dem Tenorhorn (4), Waldhorn (2) und je einmal Querflöte und Tuba. Hintergrund des Wettbewerbes ist es, den musikalischen Leistungsstand zu heben, andererseits aber auch einen Anreiz zum Musizieren zu geben. Somit wird auch die Ausbildung in den Vereinen ergänzt und die Musikerinnen und Musiker haben die Möglichkeit einmal ihr Können von einer neutralen Prüfungskommission beurteilen zu lassen.

Dann gab es die Urkunden und Spangen und die Besten wurden besonders ausgezeichnet. Jeweils mit der Note 1,11 schnitten ab: Kilian Vogt vom Musikverein Gartenstadt auf der Trompete, Veronica Lochner vom Musikverein Mittelstreu auf der Klarinette und Louis Kaiser vom Musikverein Hohenroth auf der Tuba. Zweimal vergab die Prüfungskommission die Note 1,0 und zwar an Dominik Scholz vom Musikverein Fladungen (Tenorhorn) und Amelie Then vom Musikverein Burglauer (Trompete). Neben der Urkunde gab es für sie Beide eine Kinokarte als kleines Dankeschön. Weil der Nikolaustag nicht weit entfernt war, bekam jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin einen Schokonikolaus dazu.

von Hanns Friedrich



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