02.04.2016

Gelungenes Festkonzert mit Ehrungen

Musikverein Milzgrund feiert sein 40-jähriges Bestehe


Zahlreiche Ehrungen für Musiker und Vorstandsmitglieder gab es während des Festabends anlässlich des 40jährigen Bestehens des Musikvereins Milzgrund, es gratulieren Renate Haag (links), sowie (rechts) Werner Höhn, Gerold Weiß und Norbert Bauer. Foto: Regina Vossenkaul

Festkonzert: Der MV Milzgrund (im Vordergrund) unter der Leitung von Martin Junius gestaltete gemeinsam mit dem Patenverein, den Herbstädter Musikanten unter der Leitung von Alexander Lurz das Programm. Foto: Regina Vossenkaul

Foto: Regina Vossenkaul

Waltershausen. (rv) Mit „Mars der Medici“ begrüßten der Musikverein (MV) Milzgrund und sein Patenverein Herbstadt im Gästehaus Waltershausen zum Festabend anlässlich des 40. Geburtstags des MV Milzgrund, in dem Aktive aus Waltershausen, Höchheim, Irmelshausen und Gollmuthhausen gemeinsam tätig sind.

Erster Vorsitzender Andreas Krieg hieß die Gäste willkommen, vor allem die Herbstädter, die das Programm mitgestalteten. Die enge Verbundenheit der beiden Vereine, die sich unter anderem gegenseitig mit Noten beschenken, soll eine öffentliche Musikprobe im Bräustüble weiter vertiefen, darauf einigten sich die Vorsitzenden im Verlauf des Abends.  Krieg lud außerdem zum nächsten Höhepunkt im Festjahr ein, einem Kreismusikfest vom 6. bis 8. Mai, das in Höchheim organisiert wird.

Durch das Programm führten Dirigent Martin Junius und der Vorsitzende des MV Herbstadt, Egon Büttner. Unter der Leitung von Dirigent Alexander Lurz eröffneten die Herbstädter den Konzertteil mit „Polka Nr. 37“ und trugen Märsche, die Bodenseepolka, die kurzerhand in Irmelshäuser-Badeseepolka umgetauft wurde, sowie die extra eingeübte Polka „Augenblicke“ mit den vom „Patenkind“ geschenkten Noten zum Programm bei. Am Ende des offiziellen Teils unterhielten sie mit weiteren Musikstücken.

Der MV Milzgrund spielte Lieblingsstücke wie „Supertramp“ „Bohemian Lovers“ und „Der einsame Hirte“, für Blasmusik gesetzt, unter der Leitung von Martin Junius, der auch als Solist am Tenorhorn sein Können bewies, ebenso wie Adelbert Werner an der Trompete. Der Querflötennachwuchs, Sophia Hey, Theresa Pecat und Christina Dod vor, die einige kurze Stücke vortrugen, erhielten viel Applaus für Mut und Probenfleiß.

Saals Bürgermeister Norbert Bauer erinnerte in seiner Rede an die Gründung des ortsübergreifenden Vereins im Jahr 1975, eine Art „Gebietsreform“ auf dem Musiksektor. Auf Initiative von Posaunisten aus Höchheim, federführend war Roland Hesselbach, fanden sich 46 Gründungsmitglieder mit gemeinsamen Interessen zusammen. Heute ist der Verein aus dem gesellschaftlichen Leben der Orte nicht mehr wegzudenken, er begleitet die Menschen bei traurigen und freudigen, bei kirchlichen und weltlichen Anlässen, bei Festen und Jubiläen. Bauer bedankte sich bei allen, die zum Erfolg beigetragen haben, von den Vorstandsmitgliedern bis zu Dirigenten, Ausbildern und Aktiven für die geleistete Arbeit. 40 Jahre Erfahrung seien eine gute Voraussetzung für das weitere Gelingen, so Bauer. Er wünschte auch in Zukunft gute Zusammenarbeit, Erfolg, Glück, Zuversicht und Zufriedenheit sowie Freude am Leben und am Dienst für die Allgemeinheit.

Werner Höhn, Bezirksvorsitzender des NBMB (Nordbayerischer Musikbund) gratulierte dem MV Milzgrund zum runden Geburtstag. Er ist einer von 390 Musikkapellen und 18.500 Musikern im Bezirk Unterfranken. Musiker und Sänger geben einem Ort, einer Region und einem Land sein kulturelles und heimatliches Gepräge, sagte Höhn. Man brauche auch in einer globalisierten Welt Musik zur Stärkung und Entwicklung der mentalen und seelischen Kräfte. Er forderte dazu auf das „Produkt Blasmusik“ immer weiter zu entwickeln und der Zeit entsprechend angepasst zu präsentieren. Sein Dank galt den Verantwortlichen auch für die Ausrichtung des Kreismusikfestes.

Die Kreisvorsitzende des NBMB, Renate Haag, überbrachte die Glückwünsche des Kreisverbands und führte gemeinsam mit den Bürgermeistern Norbert Bauer und Gerold Weiß (Höchheim) sowie Werner Höhn zahlreiche Ehrungen durch. Mit dem gemeinsam gespielten Polkas „Ein halbes Jahrhundert“ und „Wir Musikanten“ verabschiedeten sich die beiden Musikkapellen aus dem offiziellen Teil des gelungenen Festabends mit viel Musik und kurzen Reden, wie es sich die Musiker gewünscht haben, ließen sich aber mit Applaus zu Zugaben überreden.

Ehrungen am Festabend 40 Jahre Musikverein Milzgrund e. V. durch den NBMB:

Die Mitgliedsnadel des NBMB wurde überreicht an Laura Hesselbach, Klara Schön, Max Werner, Lisa Koob und Linus Schön;

Ehrungen für aktives Musizieren: Die Ehrennadel in Bronze für 10 Jahre erhielten Florian Kürschner, Jonas Werner und Tobias Werner; die Ehrennadel in Silber für 20 Jahre ging an Anja Hesselbach, Maximilian Sünnemann und Markus Weidner; die Ehrennadel in Gold für 30 Jahre erhielten Oliver Gutermuth, Uwe Hey und Walter Unger; die Ehrennadel in Gold „40“ für 40 Jahre erhielten Bernhard Friedl, Andreas Krieg, Ute Schön, Dietmar Weiß, Hartmut Werner, Martin Junius (er bekam auch die Dirigentennadel in Gold für 30 Jahre), Hubertus Reschny, Roland Warmuth und Adelbert Werner;

Die Ehrennadel in Silber für 15 Jahre Tätigkeit in der Vorstandschaft erhielten Thomas Barthelmes und Heribert Reschny, die Ehrennadel in Gold für 20 Jahre Dietmar Weiß und für 25 Jahre Bernhard Friedl, Andreas Krieg und Adelbert Werner sowie die Ehrennadel in Gold „30“ für 30 Jahre in der Vorstandschaft Hartmut Werner.

von Regina Vossenkauf



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