07.12.2005

Musikalischer Hochgenuss beim gemeinschaftlichen Konzert: "Trio pro Mellrichstadt" intoniert auf beachtlichem Niveau

Musikkapellen aus Mellrichstadt, Frickenhausen und Eußenhausen boten dem begeisterten Publikum ein breit gefächertes Programm


Mit viel Konzentration und Freude am Spielen waren bei ihrem Auftritt auch die Musiker der Stadtkapelle Mellrichstadt bei der Sache.

Nach 2003 gab es in der Oskar-Herbig-Halle eine Wiederholung von "Trio pro Mellrichstadt" und die Musikfreunde konnten sich - wie bereits vor zwei Jahren - auf einen musikalischen Hochgenuss beim gemeinsamen Konzert der Frickenhäuser Musikanten, der Musikkapelle Eußenhausen und der Stadtkapelle Mellrichstadt freuen, mit dem die Musiker, nach dem Vorsitzenden der Stadtkapelle Mellrichstadt Matthias Kihn, "ihre musikalische Verbundenheit demonstrierten". 

Das Konzert wurde von den Frickenhäuser Musikanten unter der Leitung von Ralf Hartmann mit dem "Song for a Celebration" - dem Lied für ein Fest eröffnet. Der getragene und würdevolle musikalische Einstieg setzte sich in der leisen und besinnlichen Melodie von John Lennons "Imagine" fort. "Imagine" ist Lennons Hymne, die hohe Anforderungen an das Können der Musiker stellte. Nach so viel Besinnlichkeit war mehr Rhythmik angesagt. Den richtigen Ton fanden die Musikanten bei Hans Kolditz und seinem "Saxo-Trip", bei dem die Saxophone die "Führung" übernahmen. Der Entertainer Frank Sinatra wurde mit Melodien wie "New York, New York" oder "Stranger in the night" weltberühmt und diese wurden jetzt gekonnt in einem Medley interpretiert. 

Mit "Trio pro ritmo", einem virtuosen Perkussionsstück für zwei Schlagzeuge und eine Wirbeltrommel von Volker Schmitt verabschiedeten sich die Frickenhäuser Musikanten vorerst und machten Platz für die Musikkapelle Eußenhausen, die unter der Leitung von Bernhard Bromma zunächst den Torgauer Marsch spielte. Die Musikfreunde im Konzertsaal ließen sich vom Marsch ebenso begeistern wie von der anschließenden "Ouvertüre über ein Spiritual", das den Gospel "the angels roll the stone away" zum Grundthema hatte. Wie Bernhard Bromma erzählte, gelang dem Komponisten Pavel Stanek mit dem „russischen Walzer“ ein heiter melancholischer Walzer in fröhlichem Moll, über dem die Klarinetten und Trompeten federleicht den Dreivierteltakt angaben. In "Antonins new World" arrangierte Dizzy Stratfort Anton Dvoraks "aus der neuen Welt". Die Hommage an Amerika erlangte wie der Komponist Weltruhm. 

Getragen und eröffnete die Stadtkapelle Mellrichstadt e.V. den zweiten "musikalischen Akt". Für Leiterin Tanja Domes "würdige Musik für ein würdiges Konzert". Musik wird überall verstanden, sie kann heilen, Trost spenden und alle die musizieren, werden nie allein sein. John Miles setzte solche Gedanken in der Pop Ballade "Music" um und ihrer Faszination konnte sich keiner in der Oskar-Herbig-Halle entziehen. Ungeheure Faszination üben auch Sterne und Weltall auf die Menschen aus. Für sein modernes Intermezzo stellt sich Kurt Gäble einen Kometen vor, der in einer klaren Winternacht über den Himmel zieht. Großes Filmtheater arrangierte John Moss unter dem Titel: „James Horner: Hollywood Blockbuster" und begleitete die Zuhörer mit "Braveheart" ins schottische Hochland und mit der "Titanic" ins Eismeer. 

"In Harmonie vereint" kamen die Musikerinnen und Musiker aus Frickenhausen, Eußenhausen und Mellrichstadt mit dem Musiktitel und beim Gemeinschaftschor zusammen. Drei Stücke, dreimal Dirigentenwechsel und allen war die Freude an der Präsentation anzusehen. Zum krönenden Abschluss erklangen die ersten beiden Strophen des Frankenliedes. Der Wetterbericht hatte Blitzeis angekündigt und keiner wollte sich dieser Gefahr aussetzen. Es blieb deshalb nicht beim angekündigten Programm sondern das begeisterte Publikum erhielt Zugabe vom Traum einer weißen Weihnacht. 



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