21.11.2005

Der Leiter der unterfränkischen Berufsfachschule für Musik ist jetzt im Präsidium des Bayerischen Musikrats vertreten


Der Leiter der Unterfränkischen Berufsschule für Musik in Bad Königshofen, Ernst Oestreicher, ist nun auch im Bayerischen Musikrat vertreten. Es ist dies das wichtigste Gremium im Bayerischen Musikleben. Der seit Jahren in Bad Königshofen beheimatete Oestreicher hat sich vor allem auch als Bundesdirigent des Nordbayerischen Musikbundes einen Namen gemacht. Foto: Friedrich

Bad Königshofen (hf). Im wichtigsten Gremium des Bayerischen Musiklebens, dem Bayerischen Musikrat ist nun auch der Bundesdirigent des Nordbayerischen Musikbundes und Leiter der Unterfränkischen Berufsfachschule für Musik, Ernst Oestreicher vertreten. Bei der Delegiertenversammlung am Samstag wurde er einstimmig in das Präsidium gewählt. Er tritt damit die Nachfolger von Dr. Adolf Eichenseer, der nicht mehr kandidiert hatte, an. In das 10-köpfige Führungsgremium des Bayerischen Musikrats werden gemäß Satzung je fünf Personen von der Aktionsgemeinschaft Musik und des Landesverbandes Singen und Musizieren in Bayern gewählt.

Oestreicher vertritt neben Karin Grohmann, Hedy Stark-Fussnegger, Peter Jacobi, und Alfons Brandl die über 450.000 in den Verbänden organisierten Laienmusikerinnen und Laienmusiker. Der seit vielen Jahren in Bad Königshofen beheimatete Oestreicher ist bekanntlich Bundesdirigent des Nordbayerischen Musikbunds und damit verantwortlich für die musikalische Führung des größten bayerischen Blasmusikverbands. Das Präsidium des Bayerischen Musikrats vertritt die gemeinsamen Interessen der am bayerischen Musikleben beteiligten Institutionen, Verbänden und Organisationen in der Öffentlichkeit. Es berät insbesondere die Bayerische Staatsregierung und die beiden Ministerien Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie Unterricht und Kultus.

Es wirkt an der Umsetzung und Fortschreibung des Bayerischen Musikplans mit und setzt dabei Schwerpunkte in der Förderung der Musikerziehung, der Nachwuchs- und Begabtenförderung, der Förderung der zeitgenössischen Musik und der bayerischen Orchester sowie der Förderung des Laienmusizierens und der Intensivierung der musikalischen Jugendarbeit. Wie Ernst Oestreicher in einem ersten Gespräch sagte, möchte er sich in seiner neuen Position insbesondere auch für die Belange der bayerischen Berufsfachschulen für Musik einsetzen, deren Existenzsicherung und weitere Entwicklung eine enorme Bedeutung für das Musikleben in Bayern hat.

Er wird sich weiterhin dafür stark machen, dass sich die Hochschulen für Musik in Bayern verstärkt den Anliegen des Laienmusizierens öffnen und praxisbezogene Studiengänge einrichten. Hier werden schon bald Gespräche mit der Präsidentin der Hochschule für Musik in Würzburg stattfinden, die ebenfalls neu ins Präsidium gewählt wurde. Mit Wilfried Hiller hat der Bayerische Musikrat auch einen neuen Präsident. Er ist als Komponist international angesehen und wird seine Kontakte insbesondere auch dafür nutzen, Sponsoren zur Unterstützung der Projektarbeit des Bayerischen Musikrats zu akquirieren.

Präsident Wilfried Anton hatte zuvor sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt. Die Delegiertenversammlung dankte dem scheidenden Präsidenten mit einen lang anhaltenden Beifall für seinen unermüdlichen Einsatz. Anton habe dem bayerischen Musikleben in seiner Amtszeit gewinnbringende Impulse gegeben, seinem Verhandlungsgeschick mit der Staatsregierung und den Ministerien habe dazu geführt, dass finanziellen Mittel für die Musik in Bayern weniger drastisch gekürzt wurden als in anderen Beriechen, so Vizepräsident Peter Jacobi. Dieser selbst wurde anschließend einstimmig als Vizepräsident des Bayerischen Musikrats bestätigt.



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